19.05.2020
Die Blendeneinstellung

1/3200 s/ f 2.2 / ISO 1000

1/320 s / f 7.1 / ISO 1000

1/2000 s / f 2.8 / ISO 1000

Die Wahl der Blende hat einen entscheidenden Einluss auf die Bildwirkung und den Look des Bildes.
Hier kann man den Unterschied besonders gut sehen:
Das erste Bild wurde mit Blende 2.2 aufgenommen, das zweite mit Blende 7.1. Während die Brille im Vordergrund und der Hintergrund bei Blende 2.2 (weit geöffnete Blende) unscharf und verschwommen sind, erscheint beides bei geschlossenerer Blende viel deutlichen Und schärfer.
Welches Bild man nun bevorzugt, ist Geschmackssache. Wenn ich bei der Aufnahme beide Optionen erhalten möchte, dann fotografiere ich gleich beide Blendeneinstellungen und suche später aus, was mir besser gefällt.
Hier habe ich mich beim endgültigen Bild dann für eine Blendenöffnung von 2.8 und einen etwas anderen Bildschnitt entschieden (Bild 3).


09.02.2019
Auf Augenhöhe gehen

Alpenschneehuhn von oben herab fotografiert

Alpenschneehuhn etwa auf Augenhöhe abgelichtet

Auge in Auge mit der Gänsesägerdame

Der Betrachter einer Tierfotografie möchte einen Kontakt zum Tier aufbauen. Dies gelingt aber nur, wenn man mit dem Tier auf Augenhöhe geht. Fotografiert man auf einen Vogel herab oder zu steil zu einem Vogel hinauf, bekommt man keinen Bezug zum Tier. Deshalb sollte man immer versuchen, sich auf das Level des Vogels zu begeben, auch wenn man dafür manchmal hoch hinauf oder auch tief nach unten gehen muss... Das Bild ist es wert!


31.12.2018
Low Key Aufnahme

Wenn ein Bild insgesamt sehr dunkel ist, spricht man von einer Low Key Aufnahme. So ist das zum Beispiel bei dieser schwarzen Amsel vor dunklem Hintergrund der Fall. Damit die Kamera die dunklen Töne auch wirklich dunkel darstellt und nicht mittelgrau, muss man entweder manuel belichten oder in die automatische Belichtung mit einer Belichtungskorrektur eingreifen. In diesem Fall habe ich die Belichtung um zwei Blendenstufen ins Minus korrigiert und musste sebst das in Lightroom nochmal um eine weitere Blendenstufe ins Minus ziehen. Dieses Bild funktioniert allerdings nur durch die Sonnenstrahlen, die seitlich auf das Amselmännchen fallen und den orangen Schnabel und Lidring des Vogels. 


20.02.2018
Der richtige Ast...

Der Ast ist völlig überdimensioniert

Schon besser, aber die harte Kante stört

Hier passen die Proportionen

Ein hübscher Vogel allein genügt nicht, wenn das Bild wirklich ansprechend sein soll. Der Sitzast ist mit entscheidend...


23.10.2014
Eine kleine Drehung...

...macht einen entscheidenden Unterschied: Die Theklalerche links im Bild hält den Kopf ziemlich parallel zum Aufnahmechip der Kamera. Das Bild ist zwar ein ordentliches Foto, aber man bekommt keinen besonderen Bezug zu dem Vogel. Auf dem rechten Foto, das ich nur Sekundenbruchteile vor oder nach dem linken Bild aufgenommen habe, dreht die Lerche den Kopf ein paar Grad in Richtung Kamera. Das bringt sofort zwei große Vorteile. Zum Einen bekommt der Betrachter einen Bezug zum Vogel, weil man einen direkten Blickkontakt herstellen kann. Zum Anderen verbessert sich bei diesem Bild der Winkel zur Sonne und diese zaubert einen kleinen, aber entscheidenden Lichtreflex in das Auge der Theklalerche, das dadurch eindeutig lebendiger wird.